thomas hässler

 

* 30.Mai 1966

 

Thomas Hässler wurde geboren am 30.Mai 1966 in Berlin

 

 

Thomas Hässler, der bei Meteor 06 Berlin mit dem Fußballspielen begann, wechselte 1979 zu den Reinckendorfer Füchsen und 1983 zum 1.FC Köln

 

Für kaum einen anderen Akteur der FC-Geschichte war das Prädikat ,,Publikumsliebling" so treffend wie für Thomas Hässler.

Bei einer Körpergr*osse von nur 166 Zentimetern war der gebürtige Berliner die ideale Symbiose aus begnadetem Fussballer und absolut sympatischem ,,Typen".

Beim Jugendländerpokal 1983 in Duisburg , an dem Hässler mit der Auswahl des Berliner Fussballverbandes teilnahm ,

machte er auch Späher der grossen Klubs auf sich aufmerksam.

Am schnellsten reagierte der 1.FC Köln in Person des damaligen ,,Sporttechnischen Leiters" Johannes Löhr.

Wenige Tage später unterzeichnete das talent im Büro von Geschäftsführer Michael Meier in Anwesenheit der Eltern seinen ersten Vertrag bei den Kölnern.

Auch in der von Christoph Daum trainierten A1-Jugend der Geissböcke spielte der Juniorennationalspieler eine herausragende Rolle ,

wurde souverän Mittelrheinmeister.

In der Deutschen A-Jugend-Endrunde kam jedoch ausgerechnet gegen den Berliner Vertreter Hertha 03 Zehlendorf schon nach 2 Begegnungen das Aus.

In Köln entstand in Anlehnung an seine Berliner herkunft aus Hässlers bis heute allgegenwärtiger Spitzname ,,Icke".

Zur saison 1984/1985 wurde ,,Icke" in den Kölner Lizenzspielerabteilung übernommen.

Nach dem Sprung zu den Profis kam die bis dahin geradlinig verlaufene Karriere ins Stocken.

Lediglich 7 Pflichtspiele bestritt Hässler während seiner Premieresaison.

Das deutlich höhere Trainingsvolumen machte dem schmächtigen Spieler sichtlich zu schaffen.

Hinzu kam ein unprofessioneller Lebenswandel in Form von falschen Freunden , nächtlichen Diskothekenbesuchen und lascher Einstellung.

Zudem nervte der permanente Vergleich mit seinem Berliner ,,Landsmann" Pierre Littbarski ,

der sich allerdings nicht nur wegen der gemeinsamen , eher geringen Körpergrösse förlich aufdrängte.

Der inzwischen zum Cheftrainer gewordene Johannes Löhr bezeichnete Hässler als ,,schlampiges Genie".

Auch die Spielzeit 1985/1986 verbrachte er zumeist auf de Ersatzbank , kam nun aber zumindest regelmässig zum Einsatz

Erst als sein früherer Förderer Christoph Daum Ende September 1986 das Cheftraineramt übernahm , wendete sich das Blatt.

Erst im vierten Profijahr gelang Hässler der endgültige Durchbruch , zumal er inzwichen auch mit dem nach seinem ,,Paris-Abenteuer"

wieder ans Geissbockheim zurückgekehrten Pierre Littbarski und dem Dänischen Routinier Morten Olsen perfekt harmonierte.

Johannes Löhr , mittlerweile in Diensten des DFB , reviedierte seine Meinung über den Kölner und nahm ihn mit zu den Olympischen Spielen 1988

ins Südkoreanischen Seoul , wo beide mit der Deutschen Olympiaauswahl die Bronzenmedaille gewannen.

Bereits vor dem Erfolg von Seoul hatte der mann mit dem rechten Zauberfuss auch in der A-Nationalmannschaft sein Debüt gefeiert.

Auch mit dem FC spielte ,,Icke" naional und international ganz oben mit , ohne jedoch einen Titel gewinnen zu können.

Dem verlorenen UEFA-Cup-Finale 1986 gegen Real Madrid folgten die Vizemeisterschaften 1989 und 1990.

Im UEFA-Cup scheiterte man 1990 im Halbfinale an Juventus Turin ,

ausgerechnet der Klub , bei dem Hässler kurze zeit später einen Vertrag unterzeichnen sollte.

Die Leser der Boulevardzeitung Express wählten Hässler zweimal ,,mit dem grössten Stimmenvorsprung aller Zeiten" zu Kölns Sportler des Jahres.

Auch wurde Hässler zum Fussballer des Jahres 1989 gewählt.

Für die damalige Rekordablösesumme von angeblich 17 Millionen D-Mark wechselte Hässler ,

der einst für 33.000 D-Mark aus Berlin gekommen war , zur Saison 1990/1991 in die Serie A nach Juventus Turin.

Der Abschied des über die Massen beliebten Spielers aus Köln war speziell , denn die Fans verüblten uhm den Wechsel nicht.

Vor seinem letzten Auftritt in Müngersdorf am 5.Mai 1990 gegen den HSV drehte Hässler eine Ehrenrunde im offenen Cabriolet.

Selten war ein Akteur derart emotional verabschiedet worden ,

und als ,,Icke" vor der Ehrentribüne ankam , konnte er die Tränen nicht mehr zurückhalten.

Der 2-0-Erfolg über die Hanseaten geriet dabei zur Nebensache.

Am 22.August 2005 gab ,,Icke" sein Abschiedsspiel in Müngersdorf.

Es spielten ,,FC-Allstars"  gegen ein ,,Dream Team".

Das spiel fand vor enttäuschender Kulisse von nur gut 15.000 Zuschauern statt.

Thomas Hässler war von  1.10.2006 - 30.06.2011 Techniktrainer der Lizenzabteilung und Nachwuchsbereich.

Thomas Hässler machte insgesamt 182 Pflichtspiele und erzielte dabei 18 Tore für den FC.

 

 

 

statistiken

 

Wettbewerb Spiele Tore
1.Bundesliga 149 17
DFB-Pokal 9 1
UEFA-Pokal 24 -

 

 

Jahr Erfolge